Rutschkupplungen und elektrische Überlastsicherungen müssen regelmäßig überprüft werden.

In Produktionshallen aller Art ist es ein gewohntes Bild: Kettenzüge auf tragfähigen Schienen unterstützen beim Heben schwerer Lasten. Um diese Aufgabe sicher ausführen zu können, sind verschiedene gesetzliche Vorgaben zu berücksichtigen. Diese legen fest, welche Prüfungen notwendig sind und in welchen Abständen sie stattfinden sollen. So sind Prüfungen vor der ersten Inbetriebnahme, als regelmäßige Kontrolle und nach Reparaturen oder wichtigen Änderungen Pflicht.

Prüfarten und gesetzliche Vorgaben

Die Prüfung von Kettenzügen ist ein zentraler Bestandteil der Arbeits- und Betriebssicherheit. Neben den technischen Anforderungen an die Geräte stehen insbesondere die gesetzlichen Vorgaben im Fokus. In Europa ist hier die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG relevant (beziehungsweise ab Januar 2027 die EU-Maschinenverordnung 2023/1230). Das EU-Recht ist in nationalen Regelungen umgesetzt – in Deutschland unter anderem in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und den Vorschriften der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Die Prüfung eines Kettenzugs umfasst laut DGUV und BetrSichV mindestens folgende Schritte:

  1. Sichtprüfung: Fachleute inspizieren die Kette, den Lasthaken, das Gehäuse, die Aufhängung und die Typenschilder.
  2. Funktionsprüfung: Techniker testen das Heben und Senken, die Bremsen, die Steuerung und den Not-Aus-Schalter.
  3. Sicherheitsprüfung: Mit dem Kettenzugprüfset FRKPS wird effizient der Schutz vor Überlastung geprüft.
  4. Belastungsprüfung: Der Kettenzug hält schwere Gewichte im Stand oder in Bewegung. Dabei zeigt sich, ob er die Last sicher hält.
  5. Dokumentationsprüfung: Alle Ergebnisse und Maßnahmen werden in einem Prüfbuch festgehalten.
  6. Ergänzende Prüfungen: Je nach Gerät kontrollieren Fachleute auch die Schmierung, die Elektrik oder den Schutz vor Explosionen.

Mit dem Kettenzugprüfset FRKPS den Überlastschutz prüfen

Mit dem Kettenzugprüfset FRKPS lassen sich Rutschkupplungen und Überlastsicherungen unkompliziert überprüfen.

Der Kraftaufnehmer wird in die Kette gehängt und gegen den unteren Anschlag des Kettenzugs gefahren.

Der Kraftaufnehmer wird in die Kette gehängt und gegen den unteren Anschlag des Kettenzugs gefahren. Das Kettenzugprüfset FRKPS von WIKA ermöglicht es, den Überlastschutz exakt und reproduzierbar zu prüfen. Das System besteht aus einem Kraftaufnehmer, passenden Kettenadaptern und einem Handanzeigegerät. Zur Prüfung hängt man den Kraftaufnehmer mit den Adaptern in die Kette und fährt ihn gegen den unteren Anschlag des Kettenzugs. Wenn die Rutschkupplung oder die elektrische Überlastsicherung auslöst, misst das Gerät die Kraft. Der Sensor ist so gebaut, dass ihn andere Kräfte und Momente nicht stören. Das akkubetriebene Handanzeigegerät erfasst dank hoher Abtastrate zuverlässig den Spitzenwert. Die Auslösekräfte lassen sich direkt am Gerät ablesen. Funktionen wie das Speichern der Messwerte und eine dazugehörige PC-Software vereinfachen die Dokumentation der Prüfungen. Damit unterstützt das FRKPS eine sichere Nachweisführung gemäß den gesetzlichen Vorgaben.

Ein weiterer Vorteil: Im Vergleich zu herkömmlichen Prüfmethoden braucht das FRKPS viel weniger Gewicht. Das vereinfacht und beschleunigt den gesamten Vorgang. Prüfgewichte sind nur noch für die eigentliche Belastungsprüfung nötig.

Zubehör, Kalibrierung und Dokumentation

Mit einem Messbereich von 40 … 3.500 kg und einer hohen Genauigkeit von < ±0,5 % ist das Prüfset für verschiedenste Kettenzüge ausgelegt. Der Lieferumfang umfasst mehrere Kettenadapter – darunter ein Adapterset für Profilstahlketten – und Zentrierhülsen. Dadurch ist das FRKPS universell für Kettengrößen nach EN 818 2 einsetzbar. Auch ein Transportkoffer, eine PC-Software, Signal und Ladekabel sowie ein Kalibrierprotokoll sind enthalten. WIKA kalibriert den Kraftaufnehmer und den Handanzeiger als eine Einheit. Dabei wird nach den offiziellen Vorgaben der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) gearbeitet. Es wird empfohlen, die Geräte einmal im Jahr zu kalibrieren. Das garantiert eine zuverlässige Funktion und liefert hierfür einen gültigen Nachweis.

Fazit

Das Kettenzugprüfset FRKPS erleichtert die Prüfung von Überlastschutzeinrichtungen deutlich und unterstützt eine sichere, normgerechte Durchführung. Durch die präzise Messung, die einfache Handhabung und die unterstützende Dokumentation lassen sich Prüfprozesse effizienter gestalten. So trägt das System dazu bei, Sicherheit und Nachweisführung im Betriebsalltag zuverlässig zu verbessern.

Hinweis
Weitere Informationen zum Kettenzugprüfset FRKPS finden Sie in der Broschüre sowie auf der Produktseite. Sie wollen mehr über WIKA als Unternehmen erfahren? Dann besuchen Sie unsere Webseite.

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